Ein typischer Absturz - die Geschichte von Herrn Braun







Eine Zeitlang übernachte ich in Pensionen oder bei Freunden. Doch für das Hotel reicht mein Geld nicht mehr, und die Geduld und das Verständnis meiner Freunde sind auch aufgebraucht. In ihren Wohnungen ist für eine zusätzliche Person einfach kein Platz. Zu meinen Eltern mag ich nicht gehen – die leben in einer kleinen Wohnung, sind schon über siebzig. Mit meinem Bruder verstehe ich mich nicht besonders gut. Der hat seine eigene Familie, da kann ich nicht mit einziehen.

Mein Zuhause: Parkbank Nr. 8. Oder meine Stammkneipe, wo ich schon mal etwas tiefer ins Glas schaue. Inzwischen müssten sich eine Menge Rechnungen angesammelt haben, von den Unterhaltsschulden ganz zu schweigen. Die Blicke der Passanten sagen: „Dich wollen wir hier nicht haben. Eine Schande, sich so gehen zu lassen“. So habe ich früher auch gedacht.